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SEO für Onlineshops: so werden Sie bei Google gefunden

Bei SEO für Onlineshops geht es um eine Sache: Kunden finden Ihre Produkte bei Google genau dann, wenn sie kaufen möchten. Für die Grundlagen brauchen Sie keine Agentur. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Keywords pro Kategorie und Produkt wählen, Kategorieseiten stärken, eigene Produkttexte schreiben, Bilder und interne Links richtig einsetzen, die Technik in Ordnung bringen, Google Merchant Center und Bewertungen nutzen, lokal gefunden werden und Ihre Ergebnisse messen.

Aktualisiert 20. Oktober 2026 10 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
  • Wählen Sie pro Kategorie und pro Produkt ein Haupt-Keyword, in den Worten Ihrer Kunden.
  • Kategorieseiten sind meist Ihre stärksten Seiten bei Google. Geben Sie ihnen einen klaren Namen und eine kurze, nützliche Einleitung.
  • Schreiben Sie eigene Produkttexte. Ein kopierter Herstellertext bietet nichts, was Google nicht schon kennt.
  • Lassen Sie ausverkaufte Produkte online und als ausverkauft markiert, und leiten Sie eingestellte Produkte auf einen echten Nachfolger um.
  • Messen Sie in der Google Search Console und verbessern Sie zuerst die Seiten, die schon Impressionen bekommen.

Keyword-Recherche pro Kategorie und Produkt

Beginnen Sie damit, wie Ihre Kunden suchen, nicht mit Ihren internen Bezeichnungen. Der SEO-Leitfaden für Einsteiger von Google weist darauf hin, dass Fachleute und Laien oft unterschiedliche Begriffe für dasselbe Produkt verwenden. Ein Radfahrer sucht nach „Gravelbike“, ein Einsteiger nach „Fahrrad für Feldwege“. Arbeiten Sie von oben nach unten. Kategorien bekommen die breiten Begriffe mit den meisten Suchanfragen, etwa „Laufschuhe Damen“. Produkte bekommen die genauen Begriffe: Marke, Modell, Größe oder Farbe, etwa „Brooks Ghost 16 Damen“. Danach suchen weniger Menschen, aber sie sind dem Kauf viel näher. Geben Sie jeder Seite ein Haupt-Keyword und verwenden Sie es im Titel, in der Überschrift und in den ersten Sätzen. Richten Sie nicht zwei Seiten auf denselben Begriff aus, sonst konkurrieren sie miteinander. Google erkennt verwandte Formulierungen selbst, Sie müssen also nicht jede Variante unterbringen.

Wo Sie Suchbegriffe finden

  • Die Vorschläge, die Google beim Tippen anzeigt
  • Fragen, die Kunden per E-Mail, Telefon oder im Laden stellen
  • Die Begriffe in Ihren Bestellungen und in der Suche Ihres Shops
  • Die Suchanfragen in der Google Search Console, sobald Ihr Shop live ist
  • Die Kategorienamen großer Shops in Ihrer Branche
Gut zu wissen
In SitePack hat jede Seite ein eigenes Fokus-Keyword, einen eigenen SEO-Titel und eine eigene Meta-Beschreibung. Die Hinweise unter diesen Feldern bewerten Titel, Beschreibung und Text, und eine Vorschau zeigt, wie die Seite bei Google erscheint.

Kategorieseiten sind Ihre wichtigsten Seiten

Bei den meisten Onlineshops bringen die Kategorieseiten den meisten Traffic von Google. Wer nach „Esstisch Eiche“ sucht, möchte vergleichen und nicht direkt auf einem einzelnen Tisch landen. Eine Kategorieseite mit guter Auswahl passt besser zu dieser Suche als eine einzelne Produktseite. Behandeln Sie jede Kategorie wie eine Landingpage. Geben Sie ihr einen Namen, der zum Suchbegriff passt, eine kurze Einleitung und eine Webadresse, die sagt, was darauf zu finden ist, etwa /esstische-eiche statt /cat-112. Google empfiehlt in seinen eigenen Hinweisen für E-Commerce beschreibende Wörter in der URL statt nur Nummern. Halten Sie die Struktur logisch: Hauptkategorien mit Unterkategorien darunter, wie Gänge und Regale in einem Ladengeschäft. Vermeiden Sie fast identische Kategorien, die um denselben Suchbegriff konkurrieren.

Eine starke Kategorieseite hat

  • Einen Namen, der zu den Suchanfragen passt
  • Eine kurze Einleitung: für wen und wie man wählt
  • Genug Produkte zum Vergleichen
  • Filter für das Wichtige, etwa Größe oder Material
  • Einen Link aus dem Hauptmenü
Gut zu wissen
In SitePack legen Sie Haupt- und Unterkategorien bei den Produkten an und können doppelte Kategorien zusammenführen, ohne die verknüpften Produkte zu verlieren. Filter auf Kategorieseiten entstehen aus Ihren Produktspezifikationen, und ein Kategoriemenü-Element im Footer hält die Links zu Ihren Hauptkategorien automatisch aktuell.

Produkttitel und Produktbeschreibungen

Ein Produkttitel sagt, was das Produkt ist, in den Worten, mit denen Menschen suchen: Marke, Produktart, Modell und die wichtigste Eigenschaft. „Brooks Ghost 16 Laufschuh Damen“ funktioniert besser als „Ghost 16“ oder ein Titel in Großbuchstaben. Bei der Beschreibung verschenken die meisten Shops Potenzial. Viele übernehmen den Herstellertext, sodass derselbe Absatz auf Dutzenden Websites steht. Google fragt in seinen Hinweisen zu hilfreichen Inhalten, ob eine Seite andere Quellen nicht einfach kopiert oder umschreibt, sondern echten Mehrwert bietet. Ein kopierter Herstellertext leistet beides nicht. Lange Texte sind nicht nötig. Laut Google hat die Wortanzahl allein keinen Einfluss auf das Ranking. Was hilft, sind Informationen, die Kunden brauchen und anderswo nicht finden: für wen das Produkt passt, wie es sitzt oder sich anfühlt, was Ihnen beim Ausprobieren aufgefallen ist und ehrlich, wofür es weniger geeignet ist. Beginnen Sie mit Ihren Bestsellern. Fünfzig gut überarbeitete Texte bringen mehr als fünfhundert kleine Änderungen.

So schreiben Sie Produkttexte, die verkaufen

  • Beginnen Sie mit dem wichtigsten Vorteil in ein oder zwei Sätzen
  • Beantworten Sie die Fragen, die Kunden wirklich stellen
  • Listen Sie die Daten auf: Größe, Material, Gewicht, Pflege
  • Ergänzen Sie eigene Erfahrungen oder Tipps aus dem Laden
  • Schreiben Sie für jede Sprache, in der Sie verkaufen, einen eigenen Text
Gut zu wissen
Verkaufen Sie auch nach Österreich, in die Schweiz oder ins Ausland? Schreiben oder prüfen Sie Ihre Texte pro Sprache, statt eine rohe Maschinenübersetzung zu veröffentlichen. In SitePack bekommt jede Sprache eine eigene Webadresse, hreflang-Tags sowie einen übersetzten SEO-Titel und eine übersetzte Meta-Beschreibung, und Ihre Sitemap führt alle Sprachversionen auf.

Bilder und Alt-Text

Kunden kaufen mit den Augen, und Ihre Fotos sind auch über die Google Bildersuche auffindbar. Verwenden Sie scharfe Fotos aus mehreren Blickwinkeln und machen Sie das erste Bild zu Ihrem klarsten: In SitePack wird das erste hochgeladene Bild zum Vorschaubild in Übersichten. Geben Sie jedem Bild einen kurzen Alt-Text, der beschreibt, was zu sehen ist. Google nennt den Alt-Text die wichtigsten Metadaten eines Bildes. Bleiben Sie beschreibend, etwa „schwarze Lederstiefelette mit seitlichem Reißverschluss“, und stopfen Sie keine Keywords hinein. Laut Google schadet das den Nutzern und kann wie Spam wirken. Auch der Dateiname hilft. Google bevorzugt einen kurzen, beschreibenden Namen wie schwarze-stiefelette.jpg statt IMG00023.JPG. Platzieren Sie Bilder nah am zugehörigen Text, damit Google versteht, was sie zeigen.
  • Scharfe Fotos aus mehreren Blickwinkeln
  • Ein beschreibender Dateiname vor dem Hochladen
  • Ein kurzer Alt-Text für jedes Bild
  • Ein Bild pro Variante, damit die richtige Farbe erscheint
  • Komprimierte Dateien in einem modernen Format wie WebP oder AVIF
Gut zu wissen
In SitePack pflegen Sie den Alt-Text in der Mediathek. Screenreader lesen ihn vor, und er erscheint, wenn ein Bild nicht lädt. Die Mediathek akzeptiert JPG, PNG, GIF, WebP und AVIF bis 10 MB.

Interne Links und Breadcrumbs

Google findet und gewichtet Ihre Seiten vor allem über Links. In seinen Hinweisen für E-Commerce empfiehlt Google einen klaren Weg: vom Menü zu den Kategorien, von Kategorien zu Unterkategorien und von dort zu den Produkten. Google leitet die Bedeutung einer Seite teilweise aus der Zahl der internen Links ab, die auf sie zeigen, und empfiehlt dringend, jedes Produkt zu verlinken, das indexiert werden soll. Verlinken Sie also Ihre wichtigsten Kategorien aus dem Menü und von der Startseite, zeigen Sie Bestseller auf der Startseite und verlinken Sie aus Blogartikeln auf die passenden Kategorien. Verwenden Sie Linktexte, die sagen, wohin der Link führt, etwa „alle Esstische aus Eiche ansehen“, und nicht „hier klicken“. Breadcrumbs zeigen, wo eine Seite im Shop liegt, zum Beispiel Startseite > Möbel > Tische > Esstische Eiche. Besucher gelangen damit leicht eine Ebene zurück, und Google kann Breadcrumb-Markup nutzen, um die Seite in den Suchergebnissen einzuordnen. Google rät, den Pfad am typischen Weg eines Besuchers auszurichten, nicht an Ihrer URL-Struktur.
  • Hauptkategorien im Menü
  • Bestseller und wichtige Kategorien auf der Startseite
  • Ähnliche Produkte auf jeder Produktseite
  • Links aus Blogartikeln zur passenden Kategorie
  • Beschreibende Linktexte statt „hier klicken“

Technik: Geschwindigkeit, Mobilgeräte, Sitemap, Varianten und Lagerbestand

Google indexiert und bewertet Ihren Shop anhand der mobilen Version Ihrer Seiten. Prüfen Sie daher jede Seite auf dem Smartphone. Die mobile Version braucht denselben Inhalt wie die Desktopversion. Sie dürfen Text in Tabs oder aufklappbare Bereiche packen, aber nicht weglassen. Geschwindigkeit zählt für Kunden und für Google. Die Core Web Vitals von Google geben klare Ziele vor: Der Hauptinhalt erscheint innerhalb von etwa 2,5 Sekunden, die Seite reagiert innerhalb von 200 Millisekunden auf einen Tipp, und das Layout springt nicht (ein Verschiebungswert unter 0,1). Große Bilddateien machen eine Seite langsam, komprimieren Sie sie daher vor dem Hochladen. Varianten wie Größe und Farbe sollten keine konkurrierenden Seiten werden. Google empfiehlt, dass eigene Variantenseiten per Canonical-Tag auf das Hauptprodukt verweisen. In SitePack liegen Varianten innerhalb eines Produkts, jede mit eigenem Preis, Bestand, EAN und Bild, sodass eine Produktseite alle abdeckt. Bei ausverkauften Produkten rät Google, die Seite stehen zu lassen und als ausverkauft zu markieren, statt sie zu löschen. Ist ein Produkt endgültig weg und gibt es einen echten Nachfolger, richten Sie eine 301-Weiterleitung dorthin ein. Gibt es keinen, lassen Sie die Seite eine „nicht gefunden“-Meldung liefern: Google entfernt sie dann aus dem Index.

Technische Checkliste

  • Seiten funktionieren gut auf dem Smartphone
  • Bilder komprimiert, Hauptinhalt lädt schnell
  • Eine Sitemap mit allen Seiten, die gefunden werden sollen
  • Eine URL pro Produkt, mit den Varianten darin
  • Ausverkaufte Produkte bleiben online, als ausverkauft markiert
  • Eine 301-Weiterleitung für jede umbenannte oder gelöschte Seite
Gut zu wissen
SitePack erzeugt Canonical-URLs, eine Sitemap und strukturierte Metadaten automatisch für Sie. Wenn Sie die Webadresse eines Produkts ändern, funktioniert die alte nicht mehr. Legen Sie deshalb im Bereich Redirects eine 301-Weiterleitung an. SitePack zählt, wie oft jede Weiterleitung genutzt wird.

Strukturierte Daten, Google Merchant Center und Bewertungen

Strukturierte Daten sind Code, der Google genau sagt, was auf einer Seite steht: Das ist ein Produkt, das ist der Preis, es ist auf Lager. Laut Google sind sie keine Voraussetzung, um in der Suche zu erscheinen, aber sie können Produktseiten für Rich-Suchergebnisse mit Preis, Verfügbarkeit, Versand und Rückgabe qualifizieren. Für Händlereinträge verlangt Google mindestens einen Produktnamen, ein Bild, einen Preis über null und eine Währung. Google Merchant Center ist der zweite Weg. Um im Shopping-Tab zu erscheinen, müssen Sie am Merchant Center teilnehmen. Google weist darauf hin, dass ein Produktfeed hilft, alle Ihre Produkte zu kennen, weil beim Crawlen manche fehlen können. Kleinere Shops, deren Sortiment sich selten ändert, können einen automatischen Feed nutzen, den Merchant Center aus den gecrawlten Seiten erstellt. Strukturierte Daten auf Ihren Seiten helfen Merchant Center außerdem, Ihren Feed zu prüfen. Bewertungen schaffen Vertrauen. Bitten Sie jeden Kunden um eine Bewertung, in Ihrem Google-Unternehmensprofil oder auf einer unabhängigen Bewertungsplattform. Eine Regel sollten Sie kennen: Auf Seiten über Ihr eigenes Unternehmen zeigt Google keine Bewertungssterne für Bewertungen, die Sie selbst kontrollieren, auch nicht für per Widget eingebundene Google-Bewertungen. Schreiben oder kaufen Sie niemals gefälschte Bewertungen.
  • Testen Sie Produktseiten mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google
  • Halten Sie Preis und Bestand auf der Website und im Feed gleich
  • Hinterlegen Sie Rückgaberegeln und Kontaktdaten
  • Bitten Sie Kunden nach der Lieferung um eine Bewertung
  • Verlinken Sie Ihr Bewertungsprofil von Ihrer Website
Gut zu wissen
In den Unternehmensangaben in den SitePack-Einstellungen beschreiben Sie Ihr Unternehmen für Suchmaschinen: die Art Ihrer Organisation, Kontaktdaten, Rückgaberegeln und Links zu Profilen wie Ihrem Google-Unternehmensprofil oder einer Bewertungsseite. Die in Ihrem Shop aktivierten Zahlungsarten werden automatisch übernommen.

Lokale SEO und Messen mit der Google Search Console

Haben Sie auch ein Ladengeschäft? Dann zählen lokale Suchanfragen wie „Fahrradladen Köln“. Sorgen Sie dafür, dass Adresse und Öffnungszeiten überall gleich sind: auf Ihrer Website, in Ihrem Google-Unternehmensprofil und in anderen Verzeichnissen. Google kann strukturierte Unternehmensdaten wie Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer nutzen, um ein Unternehmen in einem Knowledge Panel in der Suche und in Maps zu zeigen. In SitePack pflegen Sie diese Daten unter den Standorten in den Einstellungen, und verknüpfte Elemente für Kontaktdaten und Öffnungszeiten aktualisieren sich auf der ganzen Website von selbst. Danach messen Sie. Die Google Search Console ist kostenlos und zeigt, wie Ihr Shop bei Google abschneidet. Bestätigen Sie Ihre Website, reichen Sie Ihre Sitemap ein und sehen Sie sich jeden Monat den Leistungsbericht an: welche Suchbegriffe Impressionen und Klicks bringen und auf welchen Seiten die Besucher landen. Seiten mit vielen Impressionen, aber wenigen Klicks brauchen oft einen besseren Titel oder eine bessere Beschreibung. Die Search Console zeigt auch Seiten, die Google nicht indexieren konnte, etwa leere Seiten, die als Soft 404 markiert sind, und mit der URL-Prüfung bitten Sie Google, eine verbesserte Seite erneut zu crawlen.

Ihre monatliche Routine

  • Klicks und Impressionen pro Seite prüfen
  • Titel von Seiten mit vielen Impressionen und wenigen Klicks verbessern
  • Indexierungsfehler und defekte Links beheben
  • Weiterleitungen für gelöschte Produkte einrichten
  • Die nächsten Herstellertexte neu schreiben
Gut zu wissen
SEO braucht Geduld. Beurteilen Sie Ihre Änderungen über Monate, nicht über Tage, und ändern Sie jeweils nur eine Sache, damit Sie sehen, was gewirkt hat.

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